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Pressemeldungen

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2018: „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ lautet das Motto in diesem Jahr

Köln, 27. Juli 2018. Weltweit leben laut WHO-Schätzungen 325 Millionen Menschen mit chronischer Hepatitis B oder C. Etwa 90% dieser Betroffenen ahnen nichts von ihrer Infektion. In Deutschland leben schätzungsweise 600.000 Menschen mit diesen chronischen Lebererkrankungen und auch hierzulande ist die Zahl der unerkannten Hepatitis-B- und -C-Infektionen hoch. Ohne Behandlung können beide Infektionen zu Spätfolgen wie Leberzirrhose, Leberkrebs und Tod führen. Dabei gibt es seit langem eine Impfung gegen Hepatitis B und diese Infektion ist mit einer Therapie gut kontrollierbar. Dank neuer Medikamente können nahezu alle Hepatitis-C-Patienten heute geheilt werden.

Das Problem: Chronische Hepatitis-Infektionen bleiben oft lange unerkannt, da sie über viele Jahre keine Symptome hervorrufen. Und genau hier setzt das diesjährige Motto des Welt-Hepatitis-Tages an – die vielen Patienten zu finden, die bisher nichts von ihrer Infektion wissen. Ein effektives Screening und damit eine rechtzeitige Diagnose und Therapie können nicht nur die lebensgefährlichen Spätfolgen für den einzelnen Patienten verhindern, sondern auch Neuinfektionen in der Bevölkerung vermeiden. Sowohl die Therapie der Hepatitis B als auch der Hepatitis C ist kosteneffektiv.

 

Weltweit 9 von 10 Hepatitis-Infektionen unerkannt!

Im Jahr 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Aktionsplan ins Leben gerufen, um Hepatitis B und C bis 2030 weltweit einzudämmen bzw. zu eliminieren. Voraussetzung dafür ist jedoch neben der Prävention eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung und bei der Hepatitis B auch eine höhere Impfrate. Hepatitis B und C sind eine ernste Bedrohung für die öffentliche Gesundheit: Mittlerweile sind sie für jährlich 1,34 Millionen Tote verantwortlich. Stirbt jemand an Leberkrebs, war in zwei von drei Fällen eine chronische Hepatitis B oder C die Ursache.

Laut der WHO leben weltweit 325 Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis B und C – davon sind 300 Millionen Infektionen unerkannt. Ohne eine massive Zunahme der Diagnosen werden die Behandlungsraten sinken und die Möglichkeit, diese beiden viralen Hepatitiden bis 2030 zu eliminieren, ist vertan. Dem WHO-Aktionsplan haben 194 Länder zugestimmt, darunter auch Deutschland. Bisher sind aber erst zwölf Länder auf dem Weg, das Ziel der WHO zu erreichen, indem sie jährlich mindestens 7% der Hepatitis-C-Infizierten behandeln. Deutschland steht mittlerweile nicht mehr auf der Liste, weil hierzulande weniger als 7% der Patienten pro Jahr behandelt werden – ein Phänomen in vielen Ländern mit hohem Einkommen, weil die diagnostizierten Patienten fast alle behandelt sind und ein nationales Screeningprogramm fehlt.

 

Hepatitis B und C in Deutschland

Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass in Deutschland jeweils 300.000 chronisch mit Hepatitis B und C infizierte Personen leben, von denen die meisten nichts von ihrer Infektion wissen. Hepatitis B wird über Körperflüssigkeiten durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut, Sperma, Scheidensekret und ggf. Speichel übertragen, Hepatitis C vor allem durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Blutprodukte vor 1990 (für Hepatitis C), erhöhte Leberwerte, eine Hepatitis B oder C in der Partnerschaft oder Familie, ein häufiger Partnerwechsel, Tätowierungen und Piercings, gemeinsam benutztes Spritzbesteck beim intravenösen Drogenkonsum, Herkunft aus Ländern, in denen in denen Hepatitis B und C weit verbreitet sind sowie schlechte Hygiene bei medizinischen Eingriffen.

Ein effektives Screening auf Hepatitis B und C fehlt bisher hierzulande und wird wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht empfohlen. Und das, obwohl das Bundesgesundheitsministerium 2016 mit „BIS2030“ eine Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen beschlossen hat. Um bisher nicht erkannte Hepatitis-B- und -C-Infektionen zu diagnostizieren, wird in diesem Strategiepapier die niedrigschwellige Testung beim Hausarzt neben der Testung von Risikopersonen hervorgehoben. Trotzdem ist seit April 2018 der Hepatitis-C-Antikörpertest für Ärzte nicht mehr kostenneutral, obwohl dieser Test laut HCV-Leitlinie am Beginn der Stufen-Diagnostik steht. Diese Einschränkung hat bereits zu einem Rückgang der Hepatitis-C-Screeningrate geführt.

Andrea Warpakowski

 

 

Quellen:

  1. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Global Hepatitis Report 2017; http://www.who.int/hepatitis/publications/global-hepatitis-report2017/en/. Letzter Zugriff 19.6.2018
  2. Bundesministerium für Gesundheit: BIS 2030 – Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Stand: 12. April 2016. https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMG/_2851.html; letzter Zugriff 19. Juni 2018
  3.  Weltgesundheitsorganisation (WHO); World Hepatitis Day 2018 Campaign; http://www.worldhepatitisday.org/#current-campaign-wrap ; letzter Zugriff 19. Juni 2018
  4. Weltgesundheitsorganisation (WHO); Combating Hepatitis B and C to reach elimination by 2030;http://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/206453/WHO_HIV_2016.04_eng.pdf?sequence=1 ; letzter Zugriff 19. Juni 2018
  5. Center for Disease Analysis (CDA) Foundation; Working globally to eliminate Hepatitis by 2030; http://cdafound.org/just-12-countries-worldwide-on-track-to-elimina…m-italy-and-spain-among-those-joining-the-list/?platform=hootsuite ; letzter Zugriff 19. Juni 2018

 

Sie können diese Pressemeldung auch hier über unsere Webseite leberhilfe.org als PDF-Datei herunterladen.

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Welt-Hepatitis-Tag: Bis 2030 auch in Deutschland Hepatitis erfolgreich bekämpfen

Interview im Vorfeld des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli 2018

Köln, 24. Juli 2018. Im Jahr 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, Hepatitis B (HBV) und Hepatitis C (HCV) bis 2030 weltweit einzudämmen bzw. zu eliminieren. Damit dies gelingt, ist neben der Prävention vor allem eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung sowie eine Erhöhung der Impfraten nötig. Auch in Deutschland hat der Kampf gegen Hepatitis begonnen: 2016 veröffentlichte die deutsche Bundesregierung ihre im Kabinett beschlossene Strategie „BIS-2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorenu¨bergreifend“, die wie die Weltgesundheitsorganisation bis 2030 Hepatitis B und C, aber auch HIV und andere Infektionskrankheiten erfolgreich bekämpfen will.

Inwieweit wurde BIS2030 bisher umgesetzt? Hierzu finden Sie ein Interview mit Herrn Prof. Dr. med. Christoph Sarrazin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V. und Direktor des Zentrums Innere Medizin, St. Josefs-Hospital in Wiesbaden, und Herrn Achim Kautz, Geschäftsführer der Leberhilfe Projekt gUG.

 

Herr Professor Sarrazin –

Gibt es für Deutschland aktuelle Daten zu Prävalenz, Inzidenz und Mortalität von HBV und HCV?

Sarrazin: Leider ist die Datenlage in Deutschland durch eine fehlende nationale Gesundheitsbehörde und Zusammenführung von Informationen zu den betroffenen Patienten unzureichend. Allerdings wissen wir, dass jeweils ca. 100.000 bis 200.000 Patienten mit chronischer Hepatitis B und C in Deutschland leben, von denen ca. die Hälfte nichts von der Infektion weiß. Bei der Hepatitis B ist durch die Neugeborenenimpfung eine Übertragung bei der in Deutschland geborenen Bevölkerung sehr selten. Durch Immigration ist die Zahl der Betroffenen jedoch hoch. Bei der Hepatitis C ist die Mehrzahl der Betroffenen durch die Übertragung von Blut und Blutprodukten vor der Entdeckung des Virus im Jahr 1989 infiziert worden. Dies bedeutet jedoch auch, dass hier viele Patienten seit Jahrzehnten Virusträger sind, so dass die Rate an Patienten mit Komplikationen wir Zirrhose und Leberkrebs zunimmt. Gleichzeitig wird das Hepatitis-C-Virus jedoch weiterhin durch Drogengebrauch, Verletzung mit unsauberen Nadeln und homosexuellen Geschlechtsverkehr übertragen.

Gibt es in Deutschland Voraussetzungen, die die Umsetzung von BIS2030 erleichtern oder erschweren?

Sarrazin: Leider gibt es in Deutschland bisher kein allgemeines Screening auf Hepatitis B oder Hepatitis C, das über die Empfehlungen der Leitlinie hinausgehen würde. Ebenfalls gibt es keine zentral koordinierten Maßnahmen, sondern eher einzelne Pilotprojekte für bestimmte Subgruppen und in bestimmten Regionen. Daher wäre es sehr wichtig, dass ein allgemeines Screening in der Bevölkerung z.B. von Risikopatienten mit einer entsprechenden Vergütung eingeführt wird. Ansonsten wird Deutschland die Ziele der BIS2030-Strategie im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nicht erreichen.

Welche Rolle spielen Ärzte, Fachschaften und Gesundheitsämter, um das Ziel von BIS2030 zu erreichen?

Sarrazin: Die Ziele der BIS2030 Strategie können nur durch gemeinsames Handeln aller im Gesundheitssystem Beteiligten erreicht werden. Darüber hinaus ist aufgrund der Risikopopulationen auch die Integration von speziellen Institutionen wie Gefängnissen oder Drogeneinrichtungen von besonderer Bedeutung.

Welche Rolle können Krankenkassen und der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) spielen?

Sarrazin: Der G-BA sollte durch eine mutige Entscheidung für die Einführung eines allgemeinen Screenings von Risikopopulationen die Grundlage legen für die Umsetzung mit Vergütung. Ansonsten ist zu befürchten, dass in der Allgemeinmedizin und anderen beteiligten Institutionen eine Durchführung nicht möglich sein wird.

Welche Rolle spielt die Deutsche Leberhilfe e.V.?

Sarrazin: Die Deutsche Leberhilfe übernimmt bereits jetzt die Aufgabe einer unabhängigen Information von Betroffenen zur Hepatitis B und C, mit entsprechenden Flyern bis hin zur persönlichen Beratung. Darüber hinaus steht die Leberhilfe für regionale und bundesweite Maßnahmen zur Aufklärung und Information der Bevölkerung z.B. durch Plakataktionen, Patienteninformations­veranstaltungen und Beratung von politischen und sozialen Institutionen zur Verfügung.

Was ist am schwierigsten umzusetzen – der Kampf gegen HCV oder gegen HBV?

Sarrazin: Hier würde ich keine Wertung vornehmen. Beide Erkrankungen stellen eine große Herausforderung dar. Bei der Hepatitis C besteht die Chance eine weitgehende Elimination aus der Gesellschaft. Bei der Hepatitis B handelt es sich um eine lebenslange Erkrankung mit entsprechender langfristiger Notwendigkeit einer kontinuierlichen Betreuung.

Wie bekämpft man erfolgreich Hepatitiden, die nicht in der BIS2030 genannt sind?

Sarrazin: Die Hepatitis Delta ist in Deutschland glücklicherweise mit ca. 15 neu diagnostizierten Patienten pro Jahr sehr selten. Allerdings steht bei rascher Progression der Erkrankung keine effektive Therapie zur Verfügung, so dass die wesentliche Herausforderung in der Entwicklung einer Behandlungsmöglichkeit besteht. Die Hepatitisviren, bei denen die Infektion über die Nahrung stattfindet wie Hepatitis A und E, bleiben eine kontinuierliche Herausforderung. Während die Hepatitis A primär in Deutschland selten ist und eher über Reisen eingeschleppt wird, ist die Hepatitis E in Deutschland endemisch. Hier nehmen die Zahlen der jährlich neu diagnostizierten Patienten stetig zu. Die Erkrankung heilt meistens aus, aber es gibt interessante Aspekte zu extrahepatischen Manifestationen wie z.B. neurologische Symptome.

Was ist Ihr persönlicher Wunsch für den Kampf gegen Hepatitis – als Mediziner und als Vorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V.?

Sarrazin: Wir haben sowohl für die Hepatitis B mit der Impfung und den Polymeraseinhibitoren als auch für die Hepatitis C mit der direkt antiviralen Therapie alle Möglichkeiten zur Verfügung, diese im Langzeitverlauf häufig todbringenden Erkrankungen effektiv zu bekämpfen und praktisch zu eliminieren. Diese in der Medizin seltene Chance für eine hochgefährliche Infektionskrankheit sollten wir unbedingt nutzen. Damit können wir zahllosen Patienten ein erhebliches Leiden durch die Vermeidung von Zirrhose und Leberkrebs ersparen.

Was ist das Entscheidende, damit BIS2030 und die Umsetzung der WHO-Vorgaben gelingen kann?

Sarrazin: Entscheidend ist der politische Wille, in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt auf die Hepatitis B und C in den nächsten Jahren zu legen. Es müsste eine ähnliche Aktivität gestartet werden wie seinerzeit in den 80er Jahren mit den großen “Gib AIDS keine Chance” Kampagnen. Auf diese Weise können die Risiken und die Gefahren, aber auch die Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis B und C in das Bewusstsein nicht nur der beteiligten Institutionen im Gesundheitssystem, sondern auch der gesamten Bevölkerung gelangen.

 

 

Herr Kautz –

Was kann ein Welt-Hepatitis-Tag bewirken?

Kautz: Aufmerksamkeit zum Thema Virushepatitis auf zwei Ebenen: Zum einem können über Risiken, Test- und Behandlungsmöglichkeiten Zielgruppen spezifisch aufgeklärt werden und gleichzeitig gut aufbereitete Information dazu führen, dass die Stigmatisierung geringer wird. Zum anderen können all diejenigen sensibilisiert werden, die im direkten oder indirekten Kontakt mit potentiell Betroffenen stehen. Darüber hinaus können aber auch diejenigen über Hepatitis informiert werden, die Rahmenbedingungen formulieren, wie z.B. die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV).

Warum gibt es praktisch keine prominenten „Zugpferde“, die das Thema HCV und HBV breiter in die Öffentlichkeit tragen?

Kautz: Das liegt aus meiner Sicht wesentlich an zwei Faktoren, die sich gegenseitig bedingen. Das öffentliche Wissen zu Virushepatitis ist sehr gering, so dass bei Virushepatitis schnell an „selbstverschuldet“ oder „Schmuddelecke“ gedacht wird. Virushepatitis wird darüber hinaus auch oft mit Alkoholmissbrauch assoziiert – es ist ja schließlich eine Lebererkrankung… . Es liegt aber auch daran, dass Ärzte nicht gezielt ihre Patienten ansprechen. Bei „prominent“ wird schnell an einen Superstar aus Film und Fernsehen gedacht. Bei Patienten, die vielleicht nur regional oder lokal bekannt sind, wird leider nicht daran gedacht, diese gezielt anzusprechen und in Aufklärungskampagnen einzubinden.

Welche Akteure sind für die Umsetzung von BIS2030 wichtig?

Kautz: Im Prinzip alle, die direkt oder indirekt mit Betroffenen oder potentiell Betroffenen in Kontakt stehen sowie gesundheitspolitische Akteure wie z.B. BMG, KBV, GBA, oder die Krankenkassen. Darüber hinaus sind natürlich diejenigen wichtig, die im direkten Kontakt zu „Hochrisikopatienten“ stehen. Das sind Personen, die sich um Menschen, die intravenöse Drogen konsumieren (people using injecting Drugs, PWIDs), in beispielsweise Drogenberatungsstellen und Suchtmediziner, aber auch um Haftinsassen kümmern und im engen Kontakt stehen mit Migranten aus hochprävalenten Ländern. Patientenorganisationen wie die Deutsche Leberhilfe e.V. und die Deutsche Aidshilfe sind ebenfalls sehr wichtig, da beide langjährige Erfahrung und Netzwerke haben.

Was fehlt noch an der BIS2030? Was wünschen Sie sich, wie es weitergehen soll?

Kautz: Die BIS 2030 ist eigentlich eine hervorragende Möglichkeit, die Virushepatitis in Deutschland einzudämmen. Die regelmäßigen Treffen im BMG sind sehr hilfreich, da spezifische Themen angesprochen und Vorschläge für Aktionen ausgetauscht werden. Auch die initiierten Projekte des BMGs und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind sehr hilfreich. Es wäre toll, wenn diese Treffen fortgesetzt werden und weitere Akteure eingeladenwerden, sich an der BIS2030 zu beteiligen. Hilfreich wäre auch eine Übersichtsliste an Maßnahmen, an denen sich Interessierte beteiligen können. Auch eine Aussage von Herrn Minister Spahn: „ja wir schaffen es“ wäre hilfreich.

Was ist das Entscheidende, damit BIS2030 und die Umsetzung der WHO-Vorgaben gelingen kann?

Kautz: Koordination! Unser Deutsches Gesundheitssystem ist sehr komplex mit vielen verschiedenen unabhängigen Zuständigkeiten. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite die BIS2030 haben und auf der anderen Seite Entscheidungen getroffen werden, die das Gelingen der BIS2030 behindern. Der Vorbericht des IQWIGs zum HBV- und HCV-Screening im Rahmen des Check-Up 35 und der Wegfall der Ausnahmeziffer 32006 auf HCV-Antikörper- Testung durch den Hausarzt sind nicht gerade hilfreich. Es wäre daher wünschenswert, dass solche Entscheidungen vorab mit den Zuständigen der BIS2030 und den Teilnehmern der Gremiensitzungen besprochen würden. Zusätzlich würde es helfen, wenn die Umsetzung der BIS2030 auch politisch mehr unterstützt würde, dass z.B. der Gesundheitsausschuss des Bundestages die Bemühungen aktiv unterstützt. Es muss eine Zuständigkeit geschaffen werden, die neutral alle Entscheidungen hinsichtlich des Gelingens beurteilen kann und dann gezielt die Verantwortlichen ansprechen kann.

Sie arbeiten noch in anderen internationalen Gremien wie der World-Hepatitis-Alliance und der WHO. Lassen sich hieraus auch Erfahrungen und Ergebnisse nach Deutschland bringen?

Kautz: Die Länder, die derzeit auf einem guten Wege sind die Vorgaben der WHO umzusetzen*, haben alle eines gemeinsam: Sie stärken die wesentlichen Akteure, die mit „Hochrisiko-Patienten“ im direkten Kontakt stehen wie Drogenberatungseinrichtungen und Peer to Peer Projekte), binden die Hausärzte verpflichtend ein und stellen Ressourcen zur Verfügung, um besser aufzuklären und Diagnostik und Prävention zu stärken. Ein wesentlicher Faktor ist auch, dass andere Zuständigkeiten wie Justizministerien und Migrantenbeauftragte ebenfalls eng und verbindlich in die Umsetzung eingebunden werden.

Das Interview führte Frau Andrea Warpakowski.

*Anmerkung: Deutschland ist aus der WHO-Liste herausgefallen: http://cdafound.org/just-12-countries-worldwide-on-track-to-eliminate-hepatitis-c-infection-by-2030-with-united-kingdom-italy-and-spain-among-those-joining-the-list/


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Nicht vergessen: Gegen Hepatitis B gibt es eine Schutzimpfung!

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2018

Köln, 11. Juli 2018. Eine Infektion mit Hepatitis B verläuft meist ohne oder nur mit leichten und wenig spezifischen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Erbrechen und Durchfall – sie bleibt deshalb meist unbemerkt und Menschen, die nichts von ihrer Hepatitis-B-Infektion wissen, können andere unwissentlich anstecken. Übertragen wird das Hepatitis-B-Virus durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut, Sperma, Scheidensekret und ggfls. Speichel. Neben Sexualverkehr und verunreinigten Spritzen beim intravenösen Drogenkonsum kann Hepatitis B auch durch unhygienisches Piercen, Tätowieren oder Ohrlochstechen übertragen werden. Blutprodukte sind heutzutage keine Infektionsquelle mehr – alle Blut­spenden werden mittlerweile neben HIV auch auf Hepatitis A, B, C und D, demnächst auch auf E getestet.

In den meisten Fällen heilt eine akute Hepatitis-B-Infektion von alleine aus, dann besteht eine lebenslange Immunität; allerdings hinterlässt das Virus seine DNA in Leberzellen, sodass selbst eine „ausgeheilte“ Hepatitis B bei schwerer Immunschwäche wieder aktiv werden kann. Bei 5-10% der Betroffenen kommt es wiederum zu einer chronischen Leberentzündung. Diese kann unbehandelt zu einer Vernarbung der Leber bis hin zu einer Leberzirrhose und zu Leberkrebs führen. Eine chronische Hepatitis B ist nach wie vor nicht heilbar, aber es gibt Medikamente, die das Virus kontrollieren. 

Und: Es gibt eine Impfung, die von vornherein gegen Hepatitis B schützt und eine lange Immunität garantiert.

Impfung schützt vor Hepatitis B

Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis B gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Seit 1995 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, alle Säuglinge und Kleinkinder zu impfen. Damit folgte Deutschland der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis 1997 in allen Ländern die Hepatitis-B-Impfung in das Impfprogramm aufzunehmen. Bei Säuglingen und Kindern ist das Risiko für eine Chronifizierung der Hepatitis B mit 90% besonders hoch. Die Schutzimpfung für alle Kinder wird mit vier Impfstoffdosen mit dem 6-fach-Kombinationsimpfstoff oder mit drei Impfstoffdosen mit dem Hepatitis-B-Einzelimpfstoff durchgeführt. Säuglinge von Hepatitis-B-infizierten Müttern werden sogar direkt nach der Geburt gegen Hepatitis B geimpft.

Die STIKO empfiehlt auch Erwachsenen, sich impfen zu lassen, dazu gehören:

-       immungeschwächte Menschen z.B. mit einer HIV-Infektion, Hepatitis-C-Infektion und Dialysepatienten.

-       Personen mit einem erhöhten nichtberuflichen Risiko, wie z.B. Kontakt zu an Hepatitis B erkrankten Personen in Familien oder Wohngemeinschaften, Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, i.v.-Drogenkonsumenten und Gefängnisinsassen.

-       Personal mit einem erhöhten beruflichen Risiko, einschließlich Auszubildende, Praktikanten, Studenten und ehrenamtlich Tätige mit Expositionsrisiko z.B. Personal in medizinischen Einrichtungen, Sanitäts- und Rettungsdienst, Ersthelfer, Polizisten und Personal in Gefängnissen und Asylbewerberheimen.

-       Reisende in Länder mit einem erhöhten Vorkommen von Hepatitis B und eher unhygienischen medizinischen Verhältnissen.

Die Erwachsenen erhalten innerhalb von sechs Monaten drei Impfstoffdosen.

Vorurteile gegen das Impfen

Vorurteile gegen Impfungen führen wiederholt dazu, dass Menschen vor der meist sehr gut verträglichen HBV-Impfung zurückschrecken.

Immer wieder wird von einem Zusammenhang zwischen einer Multiplen Sklerose (MS) und der Impfung gesprochen. Die Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, die durch ein fehlgesteuertes Immunsystem verursacht wird. Da bestimmte Infektionskrankheiten einen MS-Schub auslösen können, gab es theoretische Bedenken, dass eine Immunaktivierung durch eine Impfung ebenfalls einen Schub auslösen könnte. Das konnte bisher jedoch in mehreren Studien nicht bestätigt werden: Bei den geimpften MS-Patienten ist das Risiko eines MS-Schubs innerhalb von sechs Monaten nach der Impfung nicht höher als bei den ungeimpften MS-Patienten.

Auch die Annahme, dass eine Impfung zu einer „abgeschwächten Infektion“ mit Hepatitis B führt, stimmt nicht: Es werden keine lebenden Viren geimpft, sondern leere Virushüllen, die eine Immunität auslösen, ohne dass sich Viren vermehren können.

Therapie kontrolliert die Virusvermehrung

Eine akute Hepatitis B wird in der Regel nicht behandelt, da sie bei Erwachsenen bei rund 90% von spontan ausheilt. Für eine chronische Hepatitis B gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Heutzutage gibt es zwar keine heilenden Medikamente, aber Tabletten, die mit einer dauerhaften Einnahme auch dauerhaft die Vermehrung des Virus unterdrücken können. Damit sinkt die Ansteckungsgefahr und die Lebererkrankung kommt zum Stillstand. In einigen Fällen werden auch Interferon-Therapien eingesetzt.

Die Erbsubstanz des Virus  - die virale ccc-DNA - verbleibt aber auch bei erfolgreicher Therapie lebenslang in den Leberzellen. Wird eine Tablettentherapie vorzeitig unterbrochen, kann das Virus sich wieder vermehren – die Lebererkrankung schreitet fort und die Ansteckungsgefahr für andere steigt wieder. Eine Tablettenbehandlung darf nur unter bestimmten Voraussetzungen nach mehreren Jahren beendet werden, und dies darf keinesfalls ohne ärztliche Beratung oder Überwachung erfolgen.

Aber auch nach einer durchgemachten, spontan ausgeheilten Hepatitis B verbleibt die ccc-DNA in den Leberzellen und kann bei einer schweren Immunschwäche wieder aktiv werden, z.B. während einer Chemotherapie oder einer immunsuppressiven Behandlung. Eine Infektion mit Hepatitis B sollte deshalb von vornherein mit einer Impfung verhindert werden.

Vorkommen weltweit und in Deutschland

Die Hepatitis B ist weltweit einer der häufigsten Infektionskrankheiten. Laut der WHO lebten 2015 insgesamt 257 Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis B. Vor allem Afrika und die West-Pazifik-Region sind betroffen. Die Impfrate gegen Hepatitis B mit drei Dosen erreichte 2015 zwar weltweit 84% und ließ die Infektionsrate von Kindern drastisch sinken. Die Rate der ersten Impfung im Säuglingsalter betrug jedoch nur 39%, d.h. die Impfungen erfolgten nach dem Säuglingsalter, also eigentlich zu spät.

In Deutschland leben nach Schätzungen der Bundesregierung 300.000 Menschen mit einer Hepatitis B, von denen aber die meisten nichts von der Infektion wissen.

Weltweit Hepatitis B eindämmen

Die WHO hat im Jahr 2016 beschlossen, Hepatitis B und C bis 2030 weltweit einzudämmen bzw. zu eliminieren. Damit das gelingt, ist neben der Prävention vor allem eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung und bei Hepatitis B zusätzlich eine Erhöhung der Impfraten nötig. Auch die deutsche Bundesregierung hat sich dem Kampf gegen Hepatitis angeschlossen: 2016 veröffentlichte sie ihre im Kabinett beschlossene Strategie „BIS-2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorenübergreifend“, die wie die WHO bis 2030 Hepatitis B und C, aber auch HIV und andere Infektionskrankheiten erfolgreich bekämpfen will.  

Andrea Warpakowski

 

Quellen:

  1. Robert-Koch-Institut. RKI-Ratgeber Hepatitis B. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisB.html, letzter Zugriff 2.7.2018
  2. Empfehlungen der STIKO. Schutzimpfung gegen Hepatitis B. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/HepB/HepB.html; letzter Zugriff 2.7.2018
  3. Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 2017/Nr. 35
  4. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Global Hepatitis Report 2017; http://www.who.int/hepatitis/publications/global-hepatitis-report2017/en/. Letzter Zugriff 2.7.2018
  5. Bundesministerium für Gesundheit: BIS 2030 – Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Stand: 12. April 2016. https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMG/_2851.html; letzter Zugriff 2.7.2018


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Hohe Zahl von Hepatitis-E-Infektionen, demnächst Screening von Blutspenden

Pressemeldung Deutsche Leberhilfe e.V.

Köln, 2. Juli 2018. Eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) galt lange als eine Reisekrankheit, die meist in den Tropen über verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird. Mittlerweile ist bekannt, dass sich Menschen auch in Deutschland oft mit dem Hepatitis-E-Virus infizieren. Hierzulande ist die wichtigste Infektionsquelle rohes Fleisch vom Hausschwein und Wildschwein, also Mett, Leberwurst oder luftgetrocknete Salami. Doch auch mit Fäkalien gedüngte Feldfrüchte wie Erdbeeren können zu Hepatitis-Infektionen führen.

Ob die gemeldeten HEV-Infektionszahlen seit einigen Jahren steigen, weil sich immer mehr Menschen mit HEV infizieren, ist zurzeit nicht geklärt. Es könnte auch sein, dass die Infektion immer bekannter wird und deshalb auch mehr Ärzte auf HEV testen. Erfreulicherweise verläuft eine akute Infektion bei gesunden Menschen fast immer ohne Symptome oder geht nur mit unspezifischen Symptomen einher. Zudem heilt sie in den meisten Fällen von alleine aus. Eine HEV-Infektion bleibt deshalb oft unbemerkt.

Allerdings wird HEV auch über Blut übertragen. Deshalb kam es in der Vergangenheit bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, die auf Bluttransfusionen oder Stammzell­transplantationen angewiesen sind, durch eine HEV-Infektion zu schwerwiegenden oder gar lebensbedrohlichen Komplikationen. Ab 2019 sollen deshalb alle zellulären Blutzubereitungen, therapeutischen Frischplasmen und Stammzellzubereitungen auch auf das Hepatitis-E-Virus getestet werden.

Bei Patienten mit einer vorbestehenden Leberschädigung oder schwangeren Frauen kann eine Hepatitis-E-Infektion ebenfalls zu schweren Verläufen der durch HEV verursachten Lebererkrankung kommen. Immunsupprimierte Patienten, Menschen mit einer Leberkrankung und Schwangere sollten daher insbesondere auf den Verzehr von rohem Schweinefleisch verzichten.

Eine unterschätzte Virusinfektion in Deutschland

Die Meldungen der Hepatitis-E-Infektionen an das Robert-Koch-Institut (RKI) haben sich seit dem Jahr 2000 bis zum Jahr 2017 auf 3.000 erhöht und damit mehr als verzehnfacht. Die meisten Fälle waren autochthon, d.h. in Deutschland erworbene Infektionen. In letzter Zeit bestätigten immer mehr Studien, dass eine Hepatitis-E-Infektion häufiger als gedacht auftritt und Blutprodukte ebenfalls eine mögliche Quelle für HEV-Infektionen sind. So ergab eine Studie aus dem Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) in Hamburg in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dass eine Hepatitis-E-Infektion bei 0,1% der Blutspender auftritt und damit deutlich häufiger ist als gedacht. Bei Patienten mit Immunschwäche, die sich mit Hepatitis E infizierten, hatte ein Drittel der Infektionen über Blutprodukte stattgefunden: Das betraf vor allem Patienten mit Organtransplantation. Viele dieser Patienten entwickelten eine chronische Hepatitis E mit dem Risiko einer schweren Leberschädigung.

Eine Studie am Universitätsklinikum Leipzig belegte zudem, dass eine HEV-Infektion auch für Patienten mit einem intakten Immunsystem und einer vorbestehenden Leberschädigung gefährlich werden und zu einem Leberversagen führen kann.

Die Studienautoren empfehlen, dass insbesondere bei Patienten mit vorbestehendem Leberschaden oder unter immunsuppressiver Therapie bei Hepatitis-Verdacht auch auf das Hepatitis-E-Virus untersucht werden sollte. Die europäische Lebergesellschaft European Association for the Study of the Liver (EASL) hat das bereits in ihrer aktuellen Leitlinie zur Hepatitis E berücksichtigt und geht sogar noch weiter: Die EASL empfiehlt einen Hepatitis-E-Test bei jedem Patienten mit Verdacht auf eine akute Hepatitis, bei immunsupprimierten Patienten mit erhöhten Leberwerten, bei Patienten mit bestimmten neurologischen Erkrankungen, da diese mit einer HEV-Infektion einhergehen können, sowie bei Patienten mit einem Verdacht auf einen Arzneimittel-bedingten Leberschaden.

Hepatitis E

Das Hepatitis-E-Virus kommt weltweit vor. Je nach Region und Genotyp des Virus gibt es jedoch Unterschiede. In Deutschland und anderen Ländern Europas sowie in Nordamerika herrscht der HEV-Genotyp 3 vor. In Deutschland können bei etwa 17% der erwachsenen Bevölkerung Antikörper gegen HEV, d.h. eine durchgemachte Infektion nachgewiesen werden. Die Zahlen der gemeldeten Fälle an das Robert-Koch-Institut sind sehr viel niedriger, sodass von einem hohen Anteil an unerkannten HEV-Infektionen ausgegangen wird. In Deutschland wird HEV hauptsächlich über nicht ausreichend gegartes Schweinefleisch übertragen, aber auch Muscheln, Erdbeeren und Blutprodukte sind Infektionsquellen. In tropischen Ländern Asiens und Afrikas kommen die HEV-Genotypen 1 und 2 vor, die dort über mit menschlichen Fäkalien verunreinigtes Wasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen werden. Die akute Hepatitis-E-Infektion heilt meist von alleine aus. Chronische HEV-Infektionen können antiviral behandelt werden. Es gibt in China zwar einen Impfstoff gegen HEV, der jedoch gegen den Genotyp 1 gerichtet ist. Bisher ist aber nicht bekannt, ob er auch gegen hiesige HEV-Genotypen schützt.

Andrea Warpakowski

 

Quellen:

  1. Robert-Koch-Institut. RKI-Ratgeber Hepatitis E. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisE.html; letzter Zugriff 26.6.2018
  2. Paul-Ehrlich-Institut. Abwehr von Arzneimittelrisiken. 4. Juni 2018. https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/haemovigilanz/anhoerungen/2018-06-04-einfuehrung-massnahmen-hepatitis-e.pdf?__blob=publicationFile&v=2; letzter Zugriff 26.6.2018
  3. Pischke S et al. Dtsch Arztebl Int 2014;111(35-36):577-583
  4. Westhoelter D et al. J hepatol;68:S35; Abstract PS-063
  5. Horvartits T et al. J hepatol 2018; 68.S35: Abstract SAT-331
  6. Maier M et al. KIT 2018; Abstract eP-073
  7. EASL Clinical Practice Guidelines on hepatitis E infection. http://www.easl.eu/research/our-contributions/clinical-practice-guidelines/detail/easl-clinical-practice-guidelines-on-hepatitis-e-virus-infection Letzter Zugriff 26.6.2018

 

Kontakt/V.i.S.d.P.:
Deutsche Leberhilfe e.V.
Ingo van Thiel
Tel.: 0221/2829980
E-Mail: lebenszeichen@leberhilfe.org
Informationen zum Welt-Hepatitis-Tag:
www.welthepatitistag.info und www.worldhepatitisday.org 

 

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