Welt Hepatitis Tag

 

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Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2017

Am 28. Juli 2017 findet der diesjährige Welt-Hepatitis-Tag statt - unter dem Motto

"Hepatitis eliminieren!"

Nach aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leben weltweit 257 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 71 Millionen mit Hepatitis C. Bis 2030 sollen diese Infektionen drastisch eingedämmt werden. Auch in Deutschland sind Hunderttausende von chronischer Hepatitis B und C betroffen.

Eine Hepatitis-B-Infektion lässt sich durch eine Schutzimpfung verhindern. Eine Neuinfektion heilt bei Erwachsenen meist von selbst aus, kann aber auch chronisch werden. Medikamente können eine chronische Hepatitis B in der Regel nicht ganz ausheilen, unterdrücken. Damit sinkt die Gefahr von Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs, und wahrscheinlich auch das Ansteckungsrisiko für andere. Forscher suchen nun intensiv nach heilenden Therapien gegen Hepatitis B.

Eine Hepatitis-C-Infektion ist dank neuer Medikamente heute fast immer heilbar. Frühere Therapien (mit Interferon) konnten zwar ebenfalls zur Heilung führen, erreichten dieses Ziel aber deutlich seltener und waren für ihre Nebenwirkungen berüchtigt. Das Interferon-Zeitalter ist für die Hepatitis C jedoch vorbei: Seit 2014 wurde eine Reihe von neuen Medikamenten zugelassen, welche verträglicher sind und über 90% der Betroffenen schon beim ersten Therapieversuch dauerhaft von ihrer Infektion befreien. Damit ist das Ziel, die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, nun erstmals überhaupt denkbar geworden.

Die WHO-Hauptversammlung hat bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Hepatitis B und C bis 2030 global einzudämmen bzw. zu eliminieren; dieses Ziel wird nun in der globalen NOhep-Kampagne verfolgt. Auch die deutsche Bundesregierung hat diesbezüglich die BIS2030-Strategie festgelegt, welche neben HIV auch die Eindämmung der Hepatitis B und C sowie weiterer, sexuell übertragbarer Erkrankungen bis 2030 anstrebt.

Um Hepatitis B und C einzudämmen bzw. zu eliminieren, ist nicht nur Prävention sehr wichtig. Unverzichtbar ist auch, dass Betroffene rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden: Eine Hepatitis-Infektion spürt man lange nicht und auch die typische Gelbfärbung der Haut und Augen bleibt oft aus. Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gelenkbeschwerden sind eher unspezifisch.

Wer nichts von seiner Infektion weiß, hat keine Chance, diese zu behandeln - und kann unwissentlich die Infektion an andere weitergeben. Wer ein Risiko für eine Virushepatitis hat, tut gut daran, sich weiter untersuchen zu lassen. Auf der Webseite Lebertest.de der Leberhilfe Projekt gUG können Sie mit einem anonymen Online-Test herausfinden, ob es in Ihrem Leben Risikofaktoren für Hepatitisinfektionen oder andere Lebererkrankungen gab.